Oliver Kern zum Gespräch im GREND

Bild: Damien Bois

Heute war unser Oberbürgermeisterkandidat Oliver Kern zum Gespräch mit Johannes Brackmann und Gemma Russo-Bierke im Kulturzentrum GREND verabredet.

Für das GREND kam der Shutdown unaufhaltbar. Bereits kurze Zeit nach Beginn der Krise wirkte das Kulturzentrum auf den alten Geschäftsführer Johannes Brackmann „wie ein Geisterhaus“. Gemeinsam mit seiner Nachfolgerin Gemma Russo-Bierke wurde intensiv an einer Lösung gearbeitet, wie man die elf sozialversicherungspflichtigen Stellen halten könne. Für die neue Geschäftsführerin fällt nun auch noch der kollegiale und familiäre Einstand mit dem Team weg. Dabei wäre genau dieser Kontakt von Anfang an wichtig für eine produktive Zusammenarbeit.

Nach dem ersten Monat des Shutdowns hat das GREND bereits 22.000€ Verlust zu verzeichnen. Das Kulturpaket ist zwar angekommen, jedoch reicht das bei Weitem nicht. Als die Möglichkeit bestand, auf einen Topf der Bundesregierung zurückzugreifen, war dieser bereits nach kürzester Zeit restlos ausgeschüttet und das Kulturzentrum stand wieder mit leeren Händen da.

Bis auf Weiteres ist der Theaterbetrieb eingestellt, obwohl die Schauspieler*innen auf regelmäßige Vorführungen angewiesen sind. Ohne Vorführung kein Auftrag – ohne Auftrag keine Bezahlung. Zusätzlich fallen alle Freizeitangebote, die eine Sporteinlage beinhalten (bspw. hauseigene Yoga-Kurse), aus. Ein Sommer Open-Air-Festival im angrenzenden Wintergarten ist zwar geplant, jedoch ist dies bei Weitem keine Chance, sondern „lediglich eine Krücke“ für das Kulturzentrum, sagt Gemma Russo-Bierke.

Für eventuelle Lockerungen fehlt die technische Ausstattung und um einen geregelten und sicheren Ablauf zu gewährleisten, bedarf es eines horrenden Verwaltungsaufwandes, dem das Kulturzentrum besorgt gegenübersteht.

Die ansässige Gastronomie hat zwar wieder geöffnet, jedoch leidet auch sie unter den hohen Kosten, um einen sicheren gesundheitlichen Standard gewährleisten zu können.

Es ist gut, dass Oliver Kern vor allem betroffenen Menschen gerade in dieser Zeit ein offenes Ohr schenkt und zeigt, dass er in der Lage ist für die Belange der Menschen in Essen einzustehen und sich gerne um sie zu kümmern. Aus diesem Grund hat er die Wünsche der Betroffenen mit nach Hause genommen und wird sich in der kommenden Zeit intensiv damit beschäftigen.

Im Anschluss waren auch der Steeler Bezirksvertreter Klaus Johannknecht und unser stellvertretender Vorsitzender Alexander Teng mit in der neu eröffneten Gastronomie dabei, um sich ebenfalls ein Bild von der Situation machen zu können.